Sonne, Scores und seltsame Vodka-Lemon-Phänomene
Am 30. Mai machte sich unsere golfverrückte Reisegruppe auf den Weg Richtung Sachsen, genauer gesagt zum Golfclub Herzogswalde vor den Toren Dresdens. Bereits bei der Ankunft wurde klar: Dieses Wochenende würde in Erinnerung bleiben. Das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite – strahlender Sonnenschein von morgens bis abends. Besonders die „Jugend“ durfte dabei eine wichtige Lektion lernen: Sonnencreme ist keine Empfehlung, sondern eine Überlebensstrategie.




Kaum auf dem Parkplatz angekommen, setzte Peter bereits das erste Highlight des Wochenendes und lud spontan zum Begrüßungstrunk ein. Damit war die Marschrichtung für die kommenden Stunden eindeutig vorgegeben.

Herzogswalde – Schönheit trifft Überraschung
Der Golfclub Herzogswalde präsentierte sich als echter Geheimtipp. Besonders beeindruckend: die völlig unterschiedlichen Charaktere der Anlage. Die Back Nine existieren bereits seit 1995 und bieten klassischen Parkland-Golf nur fast ohne Bäume. Die Front Nine hingegen wurden erst 2018 als Links-Course ergänzt. Dort wartet an nahezu jedem Abschlag ein kleines Abenteuer, denn beim ersten Besuch hat man oft keinerlei Vorstellung davon, welche Herausforderungen oder Schönheiten hinter der nächsten Kuppe auf einen warten.






Das Fazit der gesamten Truppe fiel einstimmig aus: eine fantastische Anlage mit reichlich Höhenmetern, traumhaften Ausblicken und jeder Menge Golf Spaß.





Nach der Runde wurde zunächst die Clubhausterrasse getestet, bevor wir die kurze Fahrt nach Tharandt/Kurort Hartha ins Parkhotel Forsthaus antraten.




Geburtstagsfeier schlägt Geburtstagsfeier
Nach dem Einchecken und einer kurzen Frischmach-Pause nahmen wir an unserer langen Tafel Platz. Dort stieß auch Dr. Martin zu uns, der nach getaner Arbeit noch nachgereist war, um zumindest den Abend und den zweiten Turniertag gemeinsam mit uns zu verbringen.
Da im Nachbarsaal eine Geburtstagsgesellschaft feierte, kamen wir in den Genuss eines ausgesprochen reichhaltigen Buffets zu sehr fairen Preisen. Allerdings sollte sich schnell herausstellen, dass die andere Feier zwar offiziell den Geburtstag ausrichtete – die deutlich bessere Party jedoch bei uns stattfand.
Passend dazu feierte Werner seinen Geburtstag mit der Mannschaft. Trotz einer kleinen technischen Störung an der Hüfte und eingeschränkter Schwungfreiheit ließ er es sich nicht nehmen, mit dabei zu sein. Und eines kann man festhalten: Unser Geburtstag dauerte länger.


Die Siegerehrung – Puffern oder nach Hause fahren
Bei 16 Teilnehmern wurden zwei Netto-Klassen ausgespielt. Wer auf diesem anspruchsvollen Platz einen Preis mitnehmen wollte, musste schon ordentlich punkten.
Netto B
- 1. Platz: Christoph mit starken 34 Nettopunkten
- 2. Platz: Gersi
Gersi zeigte dabei echte Größe und überließ seinen Preis kurzerhand Marlies. Hintergrund war eine noch nicht vollständig ausgeheilte Schulter, die ihn gelegentlich daran hinderte, den Ball ordnungsgemäß zu spielen und Ihn nicht nur am Abschlag aufzuteen.
Netto A
- 1. Platz: Dirk
- 2. Platz: Andreas
Den Tagessieg allerdings durfte ich Dirk ausnahmsweise noch entreißen.


Anschließend entwickelte sich der Abend zu einer materialintensiven Belastungsprobe für die Hotelbar. Die Gin-Vorräte wurden erfolgreich eliminiert, während der Vodka Lemon mit zunehmender Uhrzeit eine immer schwerer zu definierende Farbgebung annahm. Irgendwann gegen 1 Uhr nachts wurde schließlich der letzte Putt des Tages verbal analysiert.

Runde zwei – Elbflorenz ruft
Nach einem kleinen, aber feinen Frühstück ging es am nächsten Morgen weiter zum zweiten Ziel unserer Reise: dem Golfclub Elbflorenz. Nur knapp eine halbe Stunde entfernt erwartete uns ein klassischer Parkland-Course, der seit 1992 für abwechslungsreiche und anspruchsvolle Golfrunden sorgt.
Bus oder Taxi:


Schon fertig vor der Runde:


Für meinen Geschmack muss der Golfplatzarchitekt leicht sadistische Züge in sich haben. Bahn 12 und 13 bieten dem Golfer nicht viele Möglichkeiten. Auf der 12 muss der Ball eigentlich mit einem Draw aufs Fairway gebracht werden, da das ganze Fairway so dermaßen nach rechts runter hängt, das es nahezu unmöglich ist, ihn auf dem kurz gemähten zur Ruhe zu bringen. Auf der linken Seite wartet für jeden zu gewagten links starteten Ball der Wald! Die 13 ein schmales Par 5 rechts und links Wald. Und in der Mitte des Fairways ein mächtiger Baum, was soll der da ?











Diesmal stellte Dirk die natürliche Ordnung der Dinge wieder her und sicherte sich souverän den Tagessieg.
In den Netto-Wertungen mussten für die Spitzenplätze diesmal sogar echte Unterspielungen her.
Netto B
- 1. Platz: Christoph mit sensationellen 42 Nettopunkten
- 2. Platz: Martin mit starken 41 Nettopunkten
Christoph krönte damit sein Wochenende mit dem zweiten Sieg und verbesserte sein Handicap auf 31,7. Martin bewies eindrucksvoll, dass sich das Nachreisen definitiv gelohnt hatte.
Netto A
- 1. Platz: David mit 37 Nettopunkten
- 2. Platz: Jürgen mit 33 Nettopunkten
David durfte sich zusätzlich über eine Handicap-Verbesserung freuen.





Fazit
Zwei tolle Golfplätze, perfektes Wetter, hervorragende Gastgeber, gute Ergebnisse, reichlich Getränke und vor allem eine großartige Truppe.
Sowohl Herzogswalde als auch Elbflorenz haben uns herzlich aufgenommen und gezeigt, dass Sachsen weit mehr zu bieten hat als nur schöne Ausblicke. Eines steht fest: Das war sicherlich nicht unsere letzte Reise in die Dresdner Region.
Zum Schluss bleibt mir nur, mich bei allen Teilnehmern zu bedanken. Für Eure unkomplizierte Art, Eure Spendierhosen, die vielen lustigen Momente und die unzähligen positiven Rückmeldungen zur Organisation.
Ich habe viele Bilder bekommen, noch mehr Lob erhalten und vor allem eines festgestellt:
Mit Euch jederzeit wieder!
Geile Truppe. 🏌️♂️🍻☀️🏆

Moin. 🍺😝
Danke Sven für…..ganz viel! 😎