Intersport Olympia Cup 2026 – Golfen am Rande der Wetterapokalypse

Am 14. Juni war es wieder soweit: Der Intersport Olympia Cup lockte die unerschrockenen Golferinnen und Golfer auf den Prendener Golfplatz. Unser Sponsor Sascha Dühring hatte sich offensichtlich vorgenommen, uns einmal mehr zu beweisen, dass Golf nicht nur ein Spiel, sondern vor allem ein Charaktertest ist.

Die Bedingungen? Nun ja, bis auf Schneefall war eigentlich alles dabei. Sonnenschein, heftige Schauer, Windböen, über die sich selbst eingefleischte Surfer gefreut hätten, und zwischendurch immer wieder die spannende Frage: „Spielen wir eigentlich noch Golf oder nehmen wir an einer Outdoor-Überlebensprüfung teil?“

Als wäre das Wetter nicht schon Herausforderung genug gewesen, präsentierte sich der Platz in bester US-Open-Manier. Die Fairways waren so schmal wie vermutlich noch nie in der Geschichte Prendens. Teilweise standen die Entfernungspflöcke bereits im Rough – was die berechtigte Frage aufwarf, ob man überhaupt noch zwischen Fairway und Rough unterscheiden konnte.

Noch lachen Sie und dann haben Sie sich umgedreht….

Das Rough selbst hatte stellenweise die Dichte eines märkischen Urwalds erreicht. Dass am Ende tatsächlich alle Spielerinnen und Spieler ihre 18 Löcher beenden konnten, grenzt an ein kleines Wunder. Vermutlich hatten einfach alle ausreichend Bälle dabei. Einige möglicherweise sogar mehr als Schläge.

Lediglich bei den Grüns zeigte sich die Platzpflege gnädig. Diese präsentierten sich in hervorragendem Zustand, waren schnell, aber keine Glasplatten. Wobei sich ohnehin die Frage stellt, wer beim Stableford-Spiel unter diesen Bedingungen überhaupt regelmäßig ein Grün zu Gesicht bekam.

Lobenswert wie immer: Wenn sich ein Albatros anmeldet, dann erscheint er auch. Da kennen wir nichts. Vielleicht haben jedoch einige andere Teilnehmer vorab einen Blick in die Wetter-App geworfen, was die etwas überschaubare Teilnehmerzahl bei einem Intersport Cup durchaus erklären könnte.

Regenfänger:

Wie jedes Jahr hatte unser Sponsor Sascha Dühring großzügig für attraktive Gutscheine gesorgt. Natürlich wurden auch die beliebten Sonderwertungen ausgespielt.

Beim Nearest to the Pin an Bahn 12 reichte es diesmal nicht, das Grün einfach nur zu treffen. Mit sensationellen 4,90 Metern zum Stock gewann Ute D. diese Wertung vollkommen verdient.

Für den Longest Drive durfte man sich ganze 17 Löcher lang mental vorbereiten, bevor es auf der 18 endlich ernst wurde. Bei den Damen holte Simone F. mit einem beeindruckenden Drive von rund 180 Metern noch einmal alles aus sich heraus. Bei den Herren gelang meiner Wenigkeit mit ausreichend Wut im Bauch ein ebenfalls sehr ordentlicher Schlag von rund 230 Metern.

Am Ende kam es, wie es an solchen Tagen meistens kommt: Niemand glaubte ernsthaft daran, etwas gewonnen zu haben. Na gut – fast niemand. Uwe H. war sich seiner Sache vermutlich recht sicher, denn er hatte auf seiner Karte genau einen Strich stehen.

In der Nettoklasse B reichten bereits 22 Nettopunkte für Platz drei durch Lea K. Christoph S. sicherte sich mit 24 Punkten Rang zwei, während Arno mit starken 25 Nettopunkten die Klasse für sich entscheiden konnte.

In der Nettoklasse A musste man dagegen bereits puffern, um ganz vorne zu landen. Und ja, ihr ahnt es bereits: Uwe H. gewann die Wertung vollkommen verdient. Dahinter folgten Willi K. und Simone F., die mit jeweils 30 Punkten ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis unter diesen Bedingungen ins Clubhaus brachten.

In der Bruttowertung waren die Ansprüche an diesem Tag naturgemäß etwas bescheidener. Die beiden einzigen Single-Handicapper des Feldes spielten ungefähr so, als hätten sie ihre Platzreifeprüfung erst letzte Woche bestanden. Dennoch setzte sich am Ende der alte Fuchs Dirk S. durch, der irgendwie einen Bruttopunkt mehr als Helge zusammenstolperte.

Nach der Siegerehrung gab es dann noch den perfekten Ausklang eines denkwürdigen Golftages. Am Abend durften wir den souveränen 7:1-Erfolg unserer Nationalmannschaft feiern. Damit fühlten sich plötzlich auch die verlorenen Bälle, die nassen Schuhe und die Windböen deutlich erträglicher an.

Schon am kommenden Dienstag wartet das nächste 9-Loch-After-Work-Turnier auf uns. Und am darauffolgenden Wochenende geht es dann nach Kienitz zum Teamwettbewerb im Fuzzi Cup.

Wir freuen uns auf Euch

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